Aufbrechen und neu werden – mit Mut

Bis 2028 werden wir in einem breiten Prozess zukunftsfähige Strukturen erarbeiten, über die unsere Synode (Kirchenparlament) auf der Frühjahrssynode 2028 entscheidet. Dieser Weg ist nicht nur ein organisatorischer, sondern auch ein geistlicher. Wir begreifen ihn als gemeinsamen Prozess: offen, transparent und partizipativ.

Unser Weg

Transformation von 2023 bis 2028

Der Transformationsprozess ist in mehrere Phasen gegliedert, die aufeinander aufbauen und sich zugleich immer wieder gegenseitig beeinflussen. Wir gehen Schritt für Schritt vor, überprüfen Erkenntnisse und Erfahrungen laufend und passen Ziele und Vorgehen daran an – so entsteht der weitere Weg, nicht von Anfang an festgelegt, sondern aus dem, was wir unterwegs lernen.

zur aktuellen Phase

Phase 5:
Entscheidung

Auf ins Neue. 

Frühjahrssynode 2028

Auf der Frühjahrssynode 2028 geht es darum, gemeinsam Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Die Kreissynode berät und entscheidet über die weitere Entwicklung des Kirchenkreises. Die Entscheidung ist dabei kein Endpunkt, sondern der Beginn der Umsetzung und des gemeinsamen Weges in die Zukunft.

2028

Phase 4:
Finalisierung

Konkretionen der Vorschläge.

Voraussichtlich ab Sommer 2027

In der Finalisierungsphase werden die Erkenntnisse aus den Pilotgruppen zusammengeführt, weiterentwickelt und verdichtet. Gemeinsam wird geprüft, welche Ideen tragfähig sind und wie eine zukünftige Struktur des Kirchenkreises aussehen kann. So entsteht eine Entscheidungsgrundlage.

2027

Sommerkonferenz

Juni 2026

Die Sommerkonferenz im Juni 2026 war ein wichtiger Meilenstein nach der Erhebungsphase: Rund 80 Menschen kamen zusammen, um die bisherigen Erkenntnisse zu teilen, die Arbeit der sechs Pilotgruppen kennenzulernen und gemeinsam weiterzudenken. Im Mittelpunkt standen erste konkrete Ideen zu Purpose, Strukturen, multiprofessionellen Teams, Personalverantwortung, Immobilien und Sichtbarkeit. Die Konferenz machte deutlich, dass aus den bisherigen Erkenntnissen zunehmend konkrete Gestaltungsideen entstehen – und dass der Prozess von einer spürbaren Energie, Mut und Lust auf Veränderung getragen wird.

zu den Ergebnissen

Frühjahrssynode 2026

Das Strategiepapier des Haushaltausschusses

Der Haushaltsausschuss der Synode präsentiert sein Thesenpapier "Veränderungen leben: Kirchliche Finanzstrategien für das Jahr 2030", dass Anregungen und Inspirationen geben soll, den anstehenden Wandel engagiert zu gestalten.

 

Aus dem Papier: „ „Prüft alles und behaltet das Gute!“ (1. Thess, 5,21). Mit der Jahreslosung 2025 ist der Auftrag verbunden, immer auf dem Weg zu sein. Alles immer neu zu prüfen, das Gute zu behalten, aber auch das hinter uns zu lassen, was uns hindert und bindet und uns davon abhält, das zu tun, wozu wir in der Nachfolge Jesu berufen sind.

Das kann sehr konkret sein: Wir werden in Zukunft nicht mehr alles als Kirche tun und finanzieren können, was wir gerne wollen, was wir immer getan haben und was zu unserem Bild von Kirche gehört.

Und es kann sehr abstrakt, aber fundamental sein: die Frage danach, was wir ermöglichen wollen, was zu unseren unverzichtbaren Aufgaben in der Verkündigung des Evangeliums gehört und wie das am besten gelingt. Und das zu verändern, was uns hindert.“

zu dem Strategiepapier

Phase 3:
Pilotgruppen

In Pilotgruppen Strukturvorschläge entwerfen, simulieren, evaluieren.

Bis 2027

Auf Grundlage der Erhebungsphase werden die zentralen Themen und Spannungsfelder des Transformationsprozesses verdichtet. Wiederkehrende Muster werden sichtbar und bilden die Grundlage für die nächste Frage: Wie kann eine zukunftsfähige Struktur der Evangelischen Kirche Berlin Stadtmitte aussehen?


In der Modellphase arbeiten sechs Pilotgruppen an den entscheidenden Zukunftsthemen des Kirchenkreises. Engagierte Menschen aus unterschiedlichen Bereichen entwickeln gemeinsam mit Begleitung der Organisationsberater*innen erste Gestaltungsvorschläge, benennen Herausforderungen und mögliche Lösungswege und erproben, wo möglich, bereits konkrete Veränderungen.

zu den Pilotgruppen

2026

Unsere Kommunikation 

Start der Zusammenarbeit mit der Kommunikationsagentur gobasil

seit Oktober 2025

Für die Kommunikation rund um den Transformationsprozess haben wir uns Unterstützung gesucht. gobasil entwickelte ein Motto, das den Prozess nicht als Ausnahmezustand beschreibt, sondern als das, was Kirche eigentlich immer schon ist: im Werden, in Bewegung, offen für Veränderung. Der theologische Ankerpunkt: die Bergpredigt. »Ihr seid das Licht der Welt.« Oder kurz: Werde Licht. Viele kleine Lichtpunkte ergeben Strahlkraft. Das passt zur Stadtmitte Berlins, zur Vielfalt des Kirchenkreises und zur Idee, dass Transformation immer gemeinschaftlich gelingt.

zu gobasil

Phase 2: 
Konsolidierung und Beteiligung

Gespräche und Konferenzen mit Haupt- und Ehrenamtlichen.

2025 Bis 2026

Im Mittelpunkt stand die Frage: Wo stehen wir als Kirchenkreis Berlin Stadtmitte – und was brauchen wir, damit Kirche auch in Zukunft lebendig, wirksam und nah bei den Menschen sein kann?


Dafür unsere beiden externen Organisationsberater*innen zahlreiche Gespräche, Workshops und Diskussionsformate mit unterschiedlichen Gruppen aus dem Kirchenkreis geführt.

 

Ziel war es, möglichst viele Perspektiven sichtbar zu machen: von Haupt- und Ehrenamtlichen, von Leitung und Verwaltung, von kirchlichen Orten und Einrichtungen sowie von ferneren Kirchenmitgliedern.

zu den Ergebnissen

Das Transformations Power House

September-Dezember 2025

Fünf Expert*innen aus Diakonie, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft wurden eingeladen über vier Sitzungen gemeinsam mit den Mitglieder des Kreiskirchenrats das Transformations Power House zu bilden. Es wurde vom Kreiskirchenrat bewusst als Ergänzung zum innerkirchlichen Blick eingerichtet – aus der Erkenntnis heraus, dass kirchliche Veränderungsprozesse nicht ausschließlich innerhalb der eigenen Logiken und Erfahrungen gedacht und diskutiert werden können. Die Expert*innen brachten ihre Erfahrungen und Sichtweisen ein, spiegelten Entwicklungen und Fragestellungen und hinterfragten vertraute Denkweisen. So entstand ein Resonanzraum, der den Kreiskirchenrat dabei unterstützt, den Prozess über die eigene Organisation hinaus zu denken, zu schärfen und weiterzuentwickeln. 

Aufbau der Prozessstruktur

Die Prozessarchitektur und die methodischen Grundlage des Transformationsprozesses werden etnwickelt. Der Kreiskirchenrat bestätigt die Prozesskonzeption und schafft damit den Rahmen für ein iteratives Vorgehen, das Beteiligung, unterschiedliche Perspektiven und kontinuierliches Lernen miteinander verbindet. Dazu werden die einzelnen Phasen, Arbeitsschritte und Formate entwickelt und aufeinander bezogen.

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Sommer 2025

Bewilligung des Antrages auf finanzielle Unterstützung durch die Landeskirche

Der Antrag des Kirchenkreises an den Transformationsfond der Landeskirche wurde bewilligt. Der Kirchenkreis kann mit der finanziellen Unterstützung sein geplantes Vorhaben umsetzen. 

zum Antrag

KKR-Klausur 2025

Entwicklung der inhaltlichen Grundlagen

In der Klausur des Kreiskirchenrats werden die inhaltlichen Grundzüge des späteren Antrags an den Transformationsfonds der Landeskirche entwickelt. Gleichzeitig werden Zielrichtung und erste Schritte des gesamten Transformationsprozesses diskutiert und geschärft.
Diese Klausur bildet damit den Übergang von ersten Überlegungen hin zu einem strukturierten Gesamtprozess.

2025

Der Kreiskirchenrat verändert seine Arbeitsweise

Mit dem Beginn des Transformationsprozesses verändert auch der Kreiskirchenrat seine eigene Arbeitsweise.
Sitzungen werden neu strukturiert: Für formale Beschlüsse werden feste Zeitfenster geschaffen, gleichzeitig entsteht bewusst Raum für die inhaltliche Arbeit am Transformationsprozess. Dadurch entwickelt sich der Kreiskirchenrat zum strategischen Leitungs- und Entscheidungsorgan des Prozesses.

Entwicklung eines strukturierten Prozesses

Frühjahr und Herbst 2024

Auf Grundlage des Synodenbeschlusses beginnt die Vorbereitung eines langfristig angelegten Transformationsprozesses. Ziel ist es, nicht vorschnell einzelne Strukturentscheidungen zu treffen, sondern einen umfassenden Beteiligungs- und Entwicklungsprozess zu gestalten, der unterschiedliche Perspektiven einbezieht und zu tragfähigen Entscheidungen führt.


Zur Begleitung und Beratung werden die beiden Organisationsberater*innen Luca Curella und Gerhild Vollherbst beauftragt.

 

Eine Steuerungsgruppe wird ins Leben gerufen, deren Aufgabe es ist, die Prozessschritte in kleiner Runde zu durchdenken und sie zur Entscheidungsreife zu bringen. Mitglieder der Steuerungsgruppe sind: Die ephorale Leitung, ihr Stellvertreter, die beiden Organisationsberater*innen und die Prozessbegleitung.

2024

Herbstsynode 2023

Die Synode beschließt den Beginn des Transformationsprozesses.

11.11.2023

Den Ausgangspunkt des Transformationsprozesses bildet die Herbstsynode 2023. Die Kreissynode setzt sich intensiv mit Reformfragen zur Zukunft evangelischer Kirche in Berlin Stadtmitte auseinander. Im Ergebnis beschließt sie einstimmig, dass sich der Kirchenkreis weiter mit einer Neustrukturierung der kirchlichen Arbeit befassen soll.


Gleichzeitig erhält der Kreiskirchenrat den Auftrag, bis zur Frühjahrssynode 2024 einen Vorschlag für einen umfassenden Diskussions- und Entscheidungsprozess zur zukünftigen „Evangelischen Kirche Berlin Stadtmitte" vorzulegen. Damit wird der offizielle Startpunkt des Transformationsprozesses gesetzt.

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Frühjahrssynode:  Wahl der ephoralen Doppelspitze

Dr. Silke Radosh-Hinder und Matthias Lohenner übernehmen Verantwortung.

Die ephorale Doppelspitze im Kirchenkreis Berlin Stadtmitte wurde am 6. Mai 2023 gewählt. Vorausgegangen war die rechtliche Grundlage: Die Kirchenleitung hatte eine Strukturanpassungs- und Erprobungsverordnung für die ephorale Leitung im Kirchenkreis Berlin Stadtmitte erlassen, die eine Leitung des Kirchenkreises durch zwei Personen in geteilter Stelle ermöglichte. Das neue Leitungsteam trat zum 1. September 2023 die Nachfolge von Superintendent Dr. Bertold Höcker an.

zum Leitungsteam

Phase 1:

Losgehen

Aufbau von Strukturen,
Sensibilisierung für den Ist-Zustand.

2023 Bis Frühjahr 2025

Die erste Phase legt die Grundlage für den Transformationsprozess: Mit der Wahl der ephoralen Doppelspitze und dem Beschluss der Herbstsynode 2023 entsteht der Auftrag, die Zukunft kirchlicher Arbeit in Berlin Stadtmitte neu zu denken.

2024 und 2025 wird daraus ein langfristiger, breit angelegter und iterativer Organisationsentwicklungsprozess entwickelt: mit externer Beratung, einer Steuerungsgruppe, einer veränderten Arbeitsweise des Kreiskirchenrats und einer ersten inhaltlichen und methodischen Prozessarchitektur.

Dabei wird bewusst nicht mit fertigen Strukturmodellen gestartet, sondern ein Rahmen geschaffen, in dem unterschiedliche Perspektiven einbezogen, Erkenntnisse laufend ausgewertet und die nächsten Schritte daran angepasst werden. Mit der Einrichtung des Transformations Power Houses wird dieser Blick zudem über den Kirchenkreis hinaus geöffnet.

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2023